Der Sächsische Musikrat e.V.

In der Überzeugung, dass Bildung und Kultur eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung unserer Gesellschaft spielen, engagieren wir uns gemeinsam mit unseren Partnern für ein lebendiges Musikland Sachsen.

Wir verstehen uns als Ratgeber und Kompetenzzentrum für Politik und Zivilgesellschaft. Wir stärken mit unserer Arbeit das Bewusstsein für den Wert der Kreativität und fördern im Besonderen das Laienmusizieren als unverzichtbaren Bestandteil des kulturellen Lebens.

Der Sächsische Musikrat hat sich zur Aufgabe gemacht die Musiktradition in Sachsen zu pflegen, sowie das zeitgenössische Musikschaffen zu unterstützen. Als größtem kulturellem Dachverband in Sachsen gehören dem SMR derzeitig 49 Landesverbände und Institutionen an.

Im Abstand von zwei Jahren verleiht das Präsidium des Sächsischen Musikrates die Johann Walter Plakette an Persönlichkeiten, die sich durch ihr Engagement im Musikleben des Freistaates besondere Verdienste erworben haben.

Wir betreiben als Weiterbildungsstätte die Sächsische Landesmusikakademie im Schloss Colditz. 



Der Sächsische Musikrat wird gefördert durch:

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Allgemeines 04.09.2017 Zuerst Mensch – in Musik vereint

3. Interreligiöses Friedenskonzert am 17. September 2017 um 18 Uhr in der Kreuzkirche Dresden

 

Unter dem Motto „Zuerst Mensch – In Musik vereint“ bringen Künstler mit den unterschiedlichsten kulturellen und religiösen Wurzeln ihre Einigkeit zum Ausdruck und werben für Frieden, Annäherung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Christen, Buddhisten, Juden, Muslime, Säkulare u. v. m. wollen durch das gemeinsame Musizieren symbolisch wie auch ganz konkret zeigen, dass das Verbindende zwischen den Menschen stärker ist als alles Trennende. Gerade in den gegenwärtigen schwierigen Zeiten, in denen Angst und Unsicherheit vielfach zu dominieren scheinen, möchten sie dazu ermutigen, die Mauern in den Köpfen und vor allem in den Herzen einzureißen und stattdessen Brücken zu errichten.Das Konzert ist die Auftaktveranstaltung zu »Dresden im Dialog – Internationale Woche zu Frieden.Kultur.Stadt« vom 17. September bis 8. Oktober 2017.

Programm
Auf dem Programm stehen vor allem Chorwerke, wie z. B. das Allegro Vivace aus Gloria von John Rutter oder Traditionals wie Let my people go. Von Wolfgang Amadeus Mozart wird die Sopranarie Laudate Dominum und von Ernest Bloch das Stück Prayer für Violoncello und Orchester zu hören sein. Die musikalische Farbpalette erweitern ein hinduistisches Friedens-Mantra und Stücke der jüdische bzw. arabische Folklore. Wie schon in den Jahren zuvor sollen in Neukompositionen und -arrangements symbolhaft Klangmotive der verschiedenen Religionen und Traditionen miteinander verwoben werden, so z. B. in einer Vertonung von Lessings Ringparabel. Eingebettet in das Programm ist ein gemeinsames und die unterschiedlichen Glaubensrichtungen und Weltanschauungen transzendierendes Friedensgebet.

Künstler
Die auftretenden Künstler gehören den unterschiedlichsten ethnischen Gruppen, Religionen und Weltanschauungen an. Sie alle wirken ehrenamtlich an der Gestaltung dieses Konzertes mit. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Prof. André Schmidt. Als Solisten werden u. a. Elena Gorshunova (Sopran), Gala el Hadidi (Mezzosopran) und Benjamin Schwarz (Violoncello) zu erleben sein. Ahmad Mesgarha vom Staatsschauspiel Dresden wird eine neu vertonte Version der Ringparabel vortragen. Einige Künstler sind schon zum dritten Mal dabei, so zum Beispiel die Đàn bầu-Spielerin Helena Nguyen, das Middle East Peace Orchestra mit seinem Leiter, dem Oboisten Henrik Chaim Goldschmidt und der Pianist Robert Matt.

Der über 190 Sänger starke Chor besteht hauptsächlich aus Mitgliedern des Schulchorprojektes SAXONIA CANTAT (Gemischter Chor des Clara-Wieck-Gymnasiums Zwickau & Chor des Vitzthum-Gymnasiums Dresden). Hinzu kommen Mitglieder des interkulturellen Chorprojektes Singasylum, Mitglieder des Friedrich Wolf Chores und des MDR-Rundfunkchores. Im Orchester spielen Mitglieder der Sächsischen Staatskapelle Dresden, der Dresdner Philharmonie, der Elbland Philharmonie Sachsen, der Staatsoperette Dresden sowie viele freischaffende Dresdner Musiker.

Förderer und Unterstützer
ACK – Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, Bahá'í-Gemeinde in Dresden, DiTiB- Türkisch Islamische Gemeinde zu Dresden e.V., Dresdner Neueste Nachrichten, Dresdner Philharmonie, Dresdner Pianosalon, Gemeinde der Sikh in Sachsen e.V., Gemeinschaft der Yeziden in Dresden, Jüdische Gemeinde zu Dresden K.d.ö.R, Kreuzkirche Dresden, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Landeshauptstadt Dresden, Neumann&Müller Veranstaltungstechnik, Orient Bazar Dresden, Roßdeutscher & Bartel GbR, Semperoper Dresden, SZ-Ticketservice, Vietnamesisch Buddhistisches Kulturzentrum in Sachsen e.V.

Veranstalter
BIRD – Bündnis Inter-Religiöses Dresden e.V. (Sebastian Römisch | sebastian.roemisch@bird-dresden.de | + 49 351 802 81 48)
Sächsischer Musikrat e.V. mit seinem Schulchorprojekt SAXONIA CANTAT (Torsten Tannenberg | tannenberg@saechsischer-musikrat.de | + 49 351 802 42 33)

Allgemeines 12.09.2016 Grenzenlos – Deutsche Rock- und Popmusik

200 junge Musiker aus Chemnitz, Dresden, Nossen und Wilkau-Haßlau sowie Gäste aus Berlin, Leipzig und Weimar stehen am kommenden Sonntag ab 17 Uhr auf der Bühne im Alten Schlachthof Dresden

 

Der erst 12jährige Schlagzeuger Jakob Kuhn, im März 1. Preisträger des Landeswettbewerbes Jugend jazzt Sachsen, wird mit dem Profi Dirk Zöllner Deutsche Rock- und Popmusik zelebrieren, unterstützt von einem Chor mit 167 Sängerinnen und Sänger aus drei Schulchören und Orchester. Der Sächsische Musikrat möchte mit seinem Projekt »Saxonia Cantat« jährlich an einem Wochenende die Arbeit von landesweit hervorragenden Chören an Mittelschulen und Gymnasien unterstützend befördern und attraktiv halten, um der zunehmenden Ausdünnung dieser Chorlandschaft einige Leuchttürme entgegenzustellen. Dieses Projekt dient der Motivierung und Vernetzung dieser Chorszene. Das Ergebnis von drei Tagen Probe ion der Landesmusikakademie Sachsen im Schloss Colditz wird ein faszinierendes Musikereignis werden.

Wir laden Sie dazu herzlich ein!

18. September 2016 | 17 Uhr | Alter Schlachthof Dresden
Saxonia Cantat II feat. Dirk Zöllner & André Gensicke / Suse Jank & Clemens Süssenbach
Karten im Vorverkauf: Konzertkasse Dresden

Chor des Vitzthum-Gymnasiums Dresden
Leitung_Dörte Rossow-Tannenberg

Gemischter Chor des Gymnasiums Am Sandberg Wilkau-Haßlau
Leitung_Ulf Firke

Jugendchor des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Nossen
Leitung_Evelyn Chill

Mitglieder des Dresdner Jugendsinfonieorchester am Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden
Einstudierung_Milko Kersten

Florian Schultz_g | Stefan Theßenvitz_b | Jakob Kuhn_dr

Projektkonzeption und musikalische Leitung
André Schmidt

Allgemeines 19.08.2016 Weltliches und Geistliches

Das Bachfest Dresden erschafft ab dem 23. September einen bunten Kosmos

 

Dresden – blühende Kulturmetropole an der Elbe – wird nicht automatisch mit dem Schaffen von Johann Sebastian Bach assoziiert. Die Stadt Leipzig, als langjähriger Wirkungsort des Thomaskantors und Ausrichter des alljährlichen Bachfestes, steht viel stärker im Fokus der internationalen Bachliebhaber. Doch auch Dresden kann auf historisch belegte Aktivitäten und Konzerte des Meisters verweisen, bemühte er sich doch hier lange um den formalen Titel eines Königlichen Hofkompositeurs und übereignete dem sächsischen Hof verschiedene Kompositionen.

Gleich das Auftakt-Konzert am Vorabend des Bachfestes in der Semperoper nimmt darauf Bezug. Die Staatskapelle Dresden vereint im Sonderkonzert anlässlich ihres Gründungstages eine Orchestersuite von Bach mit Werken späterer Hofkapellmeister wie Johann Gottlieb Naumann und Sofia Gubaidulina. Mit Dresden wird auch die h-Moll-Messe verbunden, die der Kreuzchor anlässlich seines 800jährigen Jubiläums zum Bachfest in der Kreuzkirche aufführt. Bach spielte auch an der Silbermannorgel der einstigen Frauenkirche. Das Haus widmet dem Komponisten inzwischen jährliche Bachtage und bringt diese 2016 in das Programm des Bachfestes ein. Neben einem Orgelkonzert, Orgelandachten und Geistlichen Sonntagsmusiken sind in der Frauenkirche fünf hochkarätige Konzerte zu erleben! Das offizielle Eröffnungskonzert gestalten am 24.9. die Dresdner Barocksolisten unter Leitung von Helmut Branny und zum Ausklang interpretieren die Ensembles der Frauenkirche unter Leitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert Bachs »Festmusiken für das kurfürstliche sächsische Haus«. Lebendig aber erhielt sein Oeuvre vor allem die alltägliche Musikpraxis in den Gemeinden. Einblicke darin kann man - über das Stadtgebiet verteilt – zum Bachfest in verschiedenen Kirchen gewinnen. So finden in der Diakonissenkirche und der Versöhnungskirche klassische Kantatengottesdienste statt, in der Auferstehungskirche gibt es ein ganztägiges Gemeindefest mit Bachmusik, in der Kreuzkirche wird zu Vesper und Orgelkonzerten mit Kreuzorganist Holger Gehring geladen und in der Dreikönigskirche können sich Sangesfreudige begleitet von Mitgliedern der Sinfonietta Dresden für Proben und Aufführung einer »Bachkantate zum Mitsingen« treffen. Namhafte Interpreten der Stadt aber nehmen sich auch eher selten erklingender Bachkompositionen an. So bringt Cappella Sagittariana Dresden in der akustisch reizvollen Annenkirche »Drei Lutherische Messen« zu Gehör und die Dresdner Philharmonie steuert unter Leitung des Spezialisten für Alte Musik Konrad Junghänel »Bachs Lutherische Messe F-Dur und ihre Ursprungskantaten« bei.

Bach gilt nachfolgenden Generationen und bis heute auch immer als Maßstab für neue kompositorische Bezüge und Ideen. Und so finden sich auch viele romantische und zeitgenössische Kompositionen sowie Uraufführungen im umfangreichen Programm. Die traditionsreiche Singakademie Dresden bringt zum Beispiel in der Kreuzkirche in großer Besetzung mit Soli, Chor und Orchester unter dem Titel »Lobgesänge« Kompositionen von Bartholdy und Strawinsky sowie eine Uraufführung ihres Leiters Ekkehard Klemm zu Gehör. Auch die Hochschule für Kirchenmusik kontrastiert bei ihrem Konzert in der Versöhnungskirche Bach und Reger mit zwei Uraufführungen. Die Hochschule für Musik »Carl Maria von Weber« konzipierte für das Bachfest in ihrem neuen Konzertsaal gleich eine kleine Veranstaltungsreihe: »Bäume, Misteln und Töne« stellt mit dem Sinfonieorchester der Hochschule Bach, Webern und die Dresdner Komponisten und Hochschulprofessoren Manos Tsangaris und Jörg
Herchet in einen Zusammenhang und bei »Bach Plus I / II« musizieren die Studenten neben Bach zeitgenössische deutsche und internationale Kompositionen. Die Dresdner Musikhochschule widmet der Wirkungsgeschichte und Ausstrahlung Bachs auf Komponisten bis zur Gegenwart übrigens mit »Klang und Glaube« auch ein zweitägiges Internationales Symposium.

Und was wäre ein hiesiges Bachfest ohne Dresdens kreative Chöre und überregional geschätzte Vokalensembles? Das junge Ensemble AuditivVokal bewegt sich in seiner Inszenierung »BachdurchKREUZt« der Choreographin Katja Erfurth im prächtigen Foyer des Stadtmuseums mit musikalischen Motiven von Bach und Uraufführungen von Kompositionsstudenten auf das Schaffen von Bach zu wie weg, Vocal Concert gestaltet im Albertinum in Korrespondenz mit den hier ausgestellten Kunstwerken das Wandelkonzert »Perspektive: Bach« und Ensemble vocal modern lässt im Rahmen der Konzertreihe »SprachSpiele« von KlangNetz Dresden »Tönende Sprache und sprechende Töne« wirken. Zum Ende des Festivals lädt das Sächsische Vocal ensemble unter der Leitung von Matthias Jung zu einer Sonntagsmatinee und kombiniert in »Vater und Erben« Bach mit Motetten der Söhne-Generation und Kompositionen aus der Sammlung des Thomaskantors Hiller aus dem ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert.

Bach abseits bekannter Pfade

Das Bachfest Dresden möchte aber auch dazu einladen, Bach abseits bekannter Pfade zu erleben. So wildert die Serkowitzer Volksoper im Kabarett Breschke & Schuch mit ihrem musikalischen Possenspiel »Präludium und Unfug« nach »Kaffeekantate und Bauernkantate« erstmals auf dem Feld der Alten Musik. Im Societaetstheater sind die in Dresden entstandenen Choreographien »Fünf Präludien aus dem Wohltemperierten Klavier« der Ausdruckstänzerin Marianne Vogelsang zu erleben und die Tonne, der traditionsreiche Jazzclub der Stadt, steuert zum Thema Bach drei unterschiedliche Programme im Grenzbereich zwischen Klassik und Jazz bei. Im Programm finden sich auch Veranstaltungen für Kinder, genreübergreifende Experimente der Freien Szene und mit der BACH-Börse kann man sich Musiker sogar nach Hause oder in die Firma einladen!

Zum Abschluss der unvollständigen Programmübersicht noch ein besonderer Tipp. Wer sich intensiv mit Bachs berühmten Goldberg-Variationen beschäftigen möchte, hat zum Bachfest bei drei sehr unterschiedlichen Konzerten dafür Gelegenheit: Im Jazzclub stellt der preisgekrönte US-Pianist Dan Tepfer »Goldberg-Variations« vor, auf dem Akkordeon interpretiert das russische Duo Kratschkowsky in der Bethlehemkirche die Variationen als romantische Bearbeitung für zwei Klaviere von Josef Rheinberger und Jan Katzschke spielt im Kulturrathaus die Goldberg-Variationen ganz puristisch auf dem Cembalo.

Durch das engagierte Zusammenwirken vieler eigenständiger Veranstalter bleibt als Fazit zu vermerken: Das Bachfest Dresden 2016 ist über Monate programmatisch gewachsen und bietet nun mit seinen Ensembles, Orten und Interpreten Einzigartiges wie Verbindendes. Ein musikalisches Fest für den Kenner, wie für das breite Publikum, offen für alle Dresdner und für Gäste aus nah und fern! Tickets gibt es über die Veranstalter, an den Vorverkaufsstellen, über saxticket.de, reservix.de und an den Abendkassen. Viele Veranstaltungen sind ohne Eintritt oder gegen Spende zu erleben.

Isolde Matkey
Bachfest Dresden

Heidi Maria Taubert (Foto) singt im Rahmen der Vesper zum Michaelisfest in der Kreuzkirche Dresden am 24. September 2016 um 17 Uhr.

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