Der Sächsische Musikrat e.V.

In der Überzeugung, dass Bildung und Kultur eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung unserer Gesellschaft spielen, engagieren wir uns gemeinsam mit unseren Partnern für ein lebendiges Musikland Sachsen.

Wir verstehen uns als Ratgeber und Kompetenzzentrum für Politik und Zivilgesellschaft. Wir stärken mit unserer Arbeit das Bewusstsein für den Wert der Kreativität und fördern im Besonderen das Laienmusizieren als unverzichtbaren Bestandteil des kulturellen Lebens.

Der Sächsische Musikrat (SMR) hat sich zur Aufgabe gemacht die Musiktradition in Sachsen zu pflegen, sowie das zeitgenössische Musikschaffen zu unterstützen. Als größtem kulturellem Dachverband in Sachsen gehören dem SMR derzeitig 49 Landesverbände und Institutionen an.

Im Abstand von zwei Jahren verleiht das Präsidium des Sächsischen Musikrates die Johann Walter Plakette an Persönlichkeiten, die sich durch ihr Engagement im Musikleben des Freistaates besondere Verdienste erworben haben.

Wir betreiben als Weiterbildungsstätte die Sächsische Landesmusikakademie im Schloss Colditz. 

Der SMR ist Mitglied im Deutschen Musikrat und der Interessengemeinschaft der Landeskulturverbände in Sachsen.

Er wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

 
Anzeige
Anzeige
 
Allgemeines 28.03.2018 Mozart on Mortality

Das Landesjugendorchester Sachsen probt zu Ostern in der Landesmusikakademie Sachsen und lädt anschließend zu zwei Konzerten in Leipzig und Dresden ein.

  • Michael Nyman: Mozart on Mortality für Sopran und Kammerensemble
  • W. A. Mozart: Chi sá, chi sá, qual sia KV 582, Konzertarie für Sopran und Orchester
  • Yasuo Kuwahara: Raidoh - Konzert für Mandoline und Orchester
  • Rainer Lischka: Konzert für Posaune und Orchester W. A. Mozart: Sinfonie g-Moll KV 550

Teaa An, Sopran
Adrian Wehle, Posaune
Clara Weise, Mandoline
Landesjugendorchester Sachsen
Leitung: Milko Kersten

Konzerte
Sa, 07.04.2018, 20 Uhr,
Kunstkraftwerk Leipzig,
Saalfelder Straße 8b, 04179 Leipzig
(Tickets: 15,– €, erm. 8,– €)

So, 08.04.2018, 19.30 Uhr,
Hochschule für Musik Dresden,
Wettiner Platz 13, 01067 Dresden
(Tickets: 9,50 €,  erm. 6,– €)

Ticketverkauf für beide Konzerte über reservix.de und an der Abendkasse

 

Am 4. April 1787 schrieb W. A. Mozart in einem Brief an den Vater: »… Und ich danke meinem Gott, daß er mir das Glück gegönnt hat, mir die Gelegenheit (Sie verstehen mich) zu verschaffen, ihn als den Schlüssel zu unserer wahren Glückseligkeit kennen zu lernen. Ich lege mich nie zu Bette, ohne zu bedenken, daß ich vielleicht (so jung als ich bin) den andern Tag nicht mehr sein werde …« Der Komponist war erst 31 Jahre alt und schrieb derlei Gedanken über das Ende. Nur ein Jahr später entstanden seine letzten 3 großen Sinfonien, eine davon in g-Moll. Die Mitglieder des LJO Sachsen haben Kompositionen der Wiener Klassik stets auf dem Wunschzettel, eine der großen Sinfonien zu spielen ist nun Premiere.

Michael Nyman hat 1992 Mozart on Mortality komponiert – eine kleine Kammer-Ouvertüre, die den Brieftext an den Vater vertont und in unsere Zeit holt. Konzerte des LJO Sachsen bieten in aller Regelmäßigkeit jungen Solisten die Gelegenheit, sich zu präsentieren. Mozarts Konzertarien werden leider nur selten aufgeführt, in diesem Programm der ideale Rückgriff zum Original nach Nymans Eingangsstatement. Dessen Musikstil basiert auf dem Strömen von kleineren Klangbausteinen, die sich dann in ihrer Proportionalität zu einem Ganzen entwickeln können. Ein Prinzip, das auch die Wiener Klassik bereits kannte und welches gerade in dem ostinaten Beginn der g-Moll-Sinfonie den immer wieder aufs Neue beeindruckenden Sog in eine melancholisch-bewegte Klangwelt erzeugt.
Dieses Strömen von Musik macht der japanische Komponist Yasuo Kuwahara zum Thema eines ganzen Mandolinenkonzertes. Dabei ist er den Klängen der Natur auf der Spur, die in ihrer rhythmischen Raffinesse und lautmalerischen Phantasie die asiatische Herkunft nicht verleugnen, westeuropäische Traditionen aber bewusst liebevoll einschließt. Mit einem Konzertstück für Posaune und Orchester wird sich der derzeitige Soloposaunist des LJO präsentieren und damit musikalische Werbung machen für ein Instrument, für das es momentan in Sachsen nicht zuviel Nachwuchs gibt …

Landesjugendorchester 20.10.2016 Zu Gast in Peru

Ein ganz besonderes Projekt des Landesjugendorchesters Sachsen

 

Das 50. Projekt des Landesjugendorchesters im Oktober 2016 war in jeder Hinsicht ein besonderes Projekt. Im Gegensatz zu den üblichen Arbeitsphasen, die zweimal im Jahr hauptsächlich in der Landesmusikakademie Sachsen stattfinden, waren die 55 jungen Musikerinnen und Musiker in diesem Herbst nur 4 Tage im Leipziger Land. Dort wurde ein buntes, abwechslungsreiches Programm in intensiver Probenarbeit vorbereitet, um dann auf eine weite Reise mitgenommen zu werden. Diese führte das LJO Sachsen nach Trujillo, die zweitgrößte Stadt im südamerikanischen Peru. Nach der langen Hinreise im Flugzeug von Frankfurt über Madrid nach Lima und von dort aus mit dem Bus in das nördlich gelegene Trujillo wurde die Probenarbeit in Kooperation mit den peruanischen Jugendlichen Musikern des »Orquesta de Barro« des sozialen Musikprojektes »Arpegio« aufgegriffen. Die folgenden vier Tage voller intensiver Proben gestalteten sich als äußerst interessant und lehrreich für alle Beteiligten und voll von positiven Eindrücken. Das Zusammenspiel mit den peruanischen Musikern, welche den deutschen Jugendlichen in musikalischer Hinsicht absolut auf Augenhöhe begegneten, obwohl sich die materielle Grundausstattung der Peruaner mit Instrumenten in teilweise katastrophalen Zustand befand, funktionierte auf Anhieb. Trotz mancher organisatorischer Probleme, welche alle mit peruanischer Gelassenheit gelöst wurden, herrschte eine sehr freundliche, offene Atmosphäre und ein reger Austausch zwischen den Musikern.

Die Unterbringung der sächsischen LJO Mitglieder in peruanischen Gastfamilien stellte viele vor eine sprachliche Herausforderung, aber spätestens nach den ersten gemeinsamen Abendessen, bei denen alle kulinarischen Spezialitäten Perus vorgestellt und probiert wurden, entwickelten sich die ersten Gespräche auf englisch, spanisch und deutsch. Neben den vielen Proben blieb dennoch genug Zeit für die deutschen Musiker gemeinsam mit den peruanischen Orchestermitgliedern die Stadt und die Gegend zu erkunden. So gab es zum Beispiel eine gemeinsame Besichtigungstour in eine antike Siedlung der Chan Chan, einen Ausflug an den Pazifikstrand von Huanchaco und einen Spaziergang zu einem Aussichtspunkt in Trujillo, von dem aus sowohl die Anden als auch das Meer zu sehen sind.

Der musikkulturelle Austausch wurde nach verschiedensten Workshops und kleineren Schulkonzerten, bei denen die Deutschen Teilnehmer die großen gesellschaftlichen Unterschiede in den einzelnen Stadtteilen Trujillos erfahren durften, mit erfolgreichen Konzerten in Trujillo, Chimbote und Lima abgerundet.

Johannes Kürschner, Jakob Then Berg, Matthias Denecke

Das Landesjugendorchester Sachsen ist ein Projekt des Sächsischen Musikrates.

Allgemeines 26.09.2016 Das LJO in Peru

50. Projekt des Landesjugendorchesters Sachsen in Kooperation mit dem Orquesta de Barro von »Arpegio«

 

Schon mehrfach war das Landesjugendorchester Sachsen Kulturbotschafter des Freistaates Sachsen und warb auf seinen Reisen für ein weltoffenes Sachsen. Im Oktober 2016 wird das LJO zu einem Austausch mit dem »Orquesta de Barro«, dem Herzstück des sozialen Musikprojektes ARPEGIO, nach Peru reisen. Das gemeinsam zu erarbeitende deutsch-südamerikanische Programm wird - neben Werken von Haydn und Brahms – auch ein eigens für ein deutsch-peruanische Ensemble komponiertes Stück beinhalten. Die deutschen und peruanischen Jugendlichen werden dieses besondere Programm in Konzerten in Trujillo, Chimbote und Lima zur Aufführung bringen.

Das Musikprojekt ARPEGIO Perú setzt sich seit 2004 für die soziale Integration und kulturelle Bildung sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher in Trujillo ein. Zwei ehemalige LJO-Mitspielerinnen arbeiten derzeit bei ARPEGIO als Freiwillige des vom Deutschen Bildungsministerium unterstützten Programms »weltwärts« mit. Eine von ihnen, Deborah Oehler (25), ist Instrumentalpädagogin und Cellistin. Sie versteht das Orchesterspiel als soziale Tätigkeit in einer musisch inspirierten Gemeinschaft, um »gemeinsam mit Musik etwas zu bewegen«. In Anlehnung an das Projekt »El Sistema« in Venezuela unterstützt sie bei ARPEGIO Perú in Trujillo Kinder aus allen Gesellschaftsschichten beim Erlernen eines Instruments und beim Zusammenspiel im Orchester.

Mit dem Besuch des LJO Sachsen ergibt sich neben dem professionellen Konzertieren auch die Möglichkeit gemeinsam zu musizieren. Für die sächsischen Schülerinnen und Schüler wird es eine enorme Bereicherung sein zu sehen, unter welchen Umständen und Widrigkeiten auf der anderen Seite der Welt musiziert und gelernt wird. Neben gemeinsamen Konzerten sollen auch pädagogische Erfahrungen gesammelt werden, z.B. in Form von Registerprobenleitung vor Ort, Workshops und Instrumentenvorstelllungen in den ärmsten Außenstellen der Musikschule, wo der Nachwuchs »Arpegios« in Gruppenunterricht und Ensembles musikalisch heranwächst. Alle Beteiligten – sowohl die Mitwirkenden als auch das Publikum – können durch so eine internationale Begegnung ihren Horizont in einem kulturell gemischten 21. Jahrhundert erweitern.

Reise vom 4. bis 14. Oktober 2016 mit Konzerten in Trujillo, Chimbote und Lima

15. Oktober 2016 | 19.30
Konzert in Dresden
Konzertsaal der Hochschule für Musik Dresden

Programm: »Das LJO zu Gast in Peru »Dios nunca muere«
Macedonio Alcalá: Dios nunca muere - Gott stirbt nie - Mexikanischer Walzer (Arr. Alfredo Carrasco Sánchez)
Joseph Haydn: Sinfonia concertante für Violine, Violoncello, Oboe, Fagott und Orchester B-Dur Hob.I:105
Enrico Olivanti: Suite Peruana – Pachamama-Matrem Virginem (UA)
Johannes Brahms: Variationen über ein Thema von Haydn op. 56a
Aldemaro Romero: Fuga con Pajarillo

Werbung