Der Sächsische Musikrat e.V.

In der Überzeugung, dass Bildung und Kultur eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung unserer Gesellschaft spielen, engagieren wir uns gemeinsam mit unseren Partnern für ein lebendiges Musikland Sachsen.

Wir verstehen uns als Ratgeber und Kompetenzzentrum für Politik und Zivilgesellschaft. Wir stärken mit unserer Arbeit das Bewusstsein für den Wert der Kreativität und fördern im Besonderen das Laienmusizieren als unverzichtbaren Bestandteil des kulturellen Lebens.

Der Sächsische Musikrat hat sich zur Aufgabe gemacht die Musiktradition in Sachsen zu pflegen, sowie das zeitgenössische Musikschaffen zu unterstützen. Als größtem kulturellem Dachverband in Sachsen gehören dem SMR derzeitig 49 Landesverbände und Institutionen an.

Im Abstand von zwei Jahren verleiht das Präsidium des Sächsischen Musikrates die Johann Walter Plakette an Persönlichkeiten, die sich durch ihr Engagement im Musikleben des Freistaates besondere Verdienste erworben haben.

Wir betreiben als Weiterbildungsstätte die Sächsische Landesmusikakademie im Schloss Colditz. 



Der Sächsische Musikrat wird gefördert durch:

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Landesmusikakademie 09.12.2016 Landesmusikakademie Sachsen – Rückschau und Ausblick

Die Landesmusikakademie Sachsen beendet dieses Jahr mit einer Rekordgästezahl

 

Die Landesmusikakademie Sachsen schließt in den kommenden Tagen für dieses Jahr ihre Tore und kann eine Rekordgästezahl verzeichnen: 11.500 musikalische Übernachtungen zählte das Haus, das sind 15 % mehr Gäste als im Vorjahr; für das kommende Jahr werden bereits 13.000 musikalische Übernachtungen erwartet - ein Drittel mehr als 2015.

38 Chöre, 23 Orchester, sieben Big Bands, vier Rockbands, mehrere Bläserensembles, Musicaldarsteller und verschiedene Kammermusikgruppen brachten das umgebaute Marstallgebäude des Colditzer Schlosses in diesem Jahr zum Klingen. Froh stimmt uns, dass wir wieder zahlreiche Stammgäste begrüßen durften, darunter das Jugendjazzorchester Sachsen mit der beliebten Colditzer Jazz-Night, den Thomanerchor Leipzig und mehrere Schulensembles aus der Region wie die Chöre des Gymnasiums St. Augustin Grimma, des Johann-Walter-Gymnasiums Torgau, des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Taucha und der Evangelischen Schulgemeinschaft Annaberg. Aber auch mehrere Schulensembles aus Berlin und Brandenburg finden seit fast fünf Jahren den Weg ins sächsische Colditz. Besonders ausgezeichnet hat uns der zweite Besuch des Bundesjugendorchesters, Deutschlands jüngster musikalischer Elite und wir bedanken uns bei Stadt und Schule Colditz für die Nutzung der Sporthalle am Sophienplatz. Die große Orchesterbesetzung des Ensembles »sprengte« die Akademiemauern. Mit Unterstützung des Netzwerks Kulturelle Bildung und Sprache konnten wir in diesem Jahr die Sommerakademie wieder anbieten: 127 tschechische und sächsische Kinder und Jugendliche lebten und musizierten neun Tage lang gemeinsam auf Schloss Colditz. Dabei lernten sie im doppelten Wortsinn spielend die Sprache des Nachbarlandes Tschechien kennen oder vertieften diese, organisierten mehrere Konzerte in Akademie und Kirche und gestalteten das beliebte Lichterlabyrinth im ersten Hof des Colditzer Schlosses.

Welche musikalische Gruppe war die größte, die die Akademie in diesem Jahr besuchte: im Schulensemblebereich ist der Spitzenreiter das Paul-Natorp-Gymnasiums aus Berlin, die Schülerinnen und Schüler reisten mit zwei Chören, zwei Big-Bands, einer Musical-AG, einem Orchester, zwei Gitarrengruppen und einer Tontechnikgruppe an, nach der Teilnehmerzahl lagen allerdings die 164 Sängerinnen und Sänger von »Saxonia Cantat« vorn, sie formten für ein Wochenende einen nahezu »grenzenlosen« Rock- und Popchor.

Welche Formation war die lauteste? Hier steht es unentschieden zwischen dem Schalmeienorchester Plauen und den Trommeln der Samba Schule »Samba Universo« aus Dresden. Doch die über einen Meter dicken Schlosswände machen sogar Üben in den Abendstunden möglich. Wer waren die weit gereistesten Gäste? Es waren die Studenten des Instituts für Klangkunst aus Wien, die in der Akademie einen Fotofilm mit einer Tonspur versahen. Und unsere jüngsten Gäste kamen aus Leipzig: die Querstreicher Engelsdorf wandelten mit Bachperücken musikalisch auf den Spuren des großen Leipzigers.

Neben den Gastbelegungen des Hauses standen zwei Ausstellungseröffnungen, acht Konzerte und drei eigenveranstaltete Kurse auf dem Akademieplan, die alle sehr gut besucht waren.

Das Jahr 2017 wird uns neben vielen bekannten auch einige neue Ensembles bringen: erstmals dürfen wir den Landesjugendchor Sachsen, den Kinderchor der Oper Leipzig und die Ensembles der Annenschule Chemnitz begrüßen. Besonders freuen wir uns auf die internationalen Gäste der Sommerphilharmonie Litomerice (CZ), des Jugendorchesters und Gesangsmeisterkurses Haarlem (NL), des englischen College-Kammerchores Farnborough und des Schweizer Jugendchores. Zudem ist das Kursprogramm der Akademie von drei auf fünf eigenveranstaltete Kurse angewachsen: neben dem Musicalcamp für Jugendliche, dem beliebten Jazzworkshop und dem Meisterkurs Trompete bei Prof. Ludwig Güttler wird im kommenden Jahr erstmals ein Jazz-Studienvorbereitungskurs sowie ein Meisterkurs Klavier bei Prof. Ragna Schirmer angeboten. Acht Konzerte und Ausstellungseröffnungen warten auf das Publikum aus nah und fern, darunter erstmals ein klassischer Liederabend, eine Opernaufführung sowie die erste Colditzer Pop-Night.

Wir sind dankbar für die gute Kooperation mit der Europa-Jugendherberge und der Gesellschaft Schloss Colditz sowie der Musikschule und Volkshochschule Muldental, die in diesem Jahr erfolgreich fortgesetzt werden konnten.

Christine Müller (Akademieleiterin)

Landesmusikakademie 30.08.2016 Yume 夢 Träume

Eröffnung der 11. Ausstellung »Malende Musiker – Musizierende Maler« in der Landesmusikakademie Sachsen auf Schloss Colditz

 

Am kommenden Sonntag, dem 4. September wird der in Japan geborene und in Dresden lebende Maler, Grafiker und Musiker Yasushi Iwai mit seiner Ausstellung »Yume 夢 Träume« ein neues Genre in die Landesmusikakademie bringen: den Tanz. Seine dem gegenständlichen Stil zuzuordnenden Arbeiten sind Portraits und Körperstudien von Tänzerinnen und Tänzern. Im Rahmen der Vernissage (17 Uhr) wird der Künstler auch selbst am Cembalo musizierend zu erleben sein. Als studierter Kirchenmusiker ist er gleichermaßen malender Musiker, wie er als freischaffender Maler auch malender Musiker ist.

Kunst-, Tanz- und Musikinteressierte sind herzlich eingeladen – der Eintritt ist frei.

Es ist die nunmehr 11. Folge der Reihe »Malende Musiker – Musizierende Maler«. Die klare, sachliche Architektur des umgebauten Marstallgebäudes des Colditzer Schlosses – der Sitz der Landesmusikakademie Sachsen – lädt nicht nur zum Musizieren, sondern auch zur Präsentation von Bildender Kunst ein. Mit der Ausstellungsreihe »Malende Musiker – Musizierende Maler« wird eine Brücke zwischen Musik und Malerei geschlagen – beide Künste können einander wunderbar bereichern und gegenseitig fortführen. Die im Jahr 2011 in der Landesmusikakademie Sachsen Schloss Colditz ins Leben gerufene Ausstellungsreihe »Malende Musiker – Musizierende Maler« nimmt diese Doppelbegabungen in den Blick.

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