Der Sächsische Musikrat e.V.

In der Überzeugung, dass Bildung und Kultur eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung unserer Gesellschaft spielen, engagieren wir uns gemeinsam mit unseren Partnern für ein lebendiges Musikland Sachsen.

Wir verstehen uns als Ratgeber und Kompetenzzentrum für Politik und Zivilgesellschaft. Wir stärken mit unserer Arbeit das Bewusstsein für den Wert der Kreativität und fördern im Besonderen das Laienmusizieren als unverzichtbaren Bestandteil des kulturellen Lebens.

Der Sächsische Musikrat hat sich zur Aufgabe gemacht die Musiktradition in Sachsen zu pflegen, sowie das zeitgenössische Musikschaffen zu unterstützen. Als größtem kulturellem Dachverband in Sachsen gehören dem SMR derzeitig 49 Landesverbände und Institutionen an.

Im Abstand von zwei Jahren verleiht das Präsidium des Sächsischen Musikrates die Johann Walter Plakette an Persönlichkeiten, die sich durch ihr Engagement im Musikleben des Freistaates besondere Verdienste erworben haben.

Wir betreiben als Weiterbildungsstätte die Sächsische Landesmusikakademie im Schloss Colditz. 



Der Sächsische Musikrat wird gefördert durch:

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Preise & Stipendien 18.09.2017 Drei Kammermusikensembles aus Mitteldeutschland in Weimar ausgezeichnet

Der Jugendmusikpreis der Holger Koppe-Stiftung wurde zum zweiten Mal vom Stifter persönlich übergeben,

 

Drei Kammermusikensembles aus den Ländern Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt erhielten am gestrigen Sonntag, den 17. September 2017 in der Notenbank Weimar den diesjährigen Jugendmusikpreis der Holger Koppe-Stiftung. Dieser mit 5.000€ dotierte Preis wurde zum zweiten Mal vom Stifter persönlich übergeben und ging, auf Vorschlag der Landesmusikräte, an folgende Kammermusikensembles:

Streichtrio des Landesgymnasiums für Musik Carl Maria von Weber in Dresden
Friederike Herold (12 Jahre) –Violoncello, Charlotte Herold (16 Jahre) – Violine, Pauline Herold (18 Jahre) – Violine

Klarinettenquartett der Kreismusikschule »Louis Spohr« Gotha
Conrad Hähnlein (14 Jahre), Johanna Kalms (15 Jahre), Helene Grubmüller (15 Jahre), Lilly Bindel (14 Jahre)

Akkordeon-Duo des Konservatoriums »Georg Friedrich Händel« Halle (Saale)
Frauke Maxi Seifert (12 Jahre), Katharina Hildmann (13 Jahre)

Der Sächsische Musiktrat begründete seinen Vorschlag zur Auszeichung an die Geschwister Charlotte, Friederike und Pauline Herold aus Pirna wie folgt: »Die hohe Musikalität aller drei Mädchen, die sich in einerseits in der Meisterschaft des solistischen Spiels, aber auch im kammermusikalischen Spiel ›in Familie‹ und als Mitglieder von verschiedenen Landesförderensembles des Sächsischen Musikrates widerspiegeln sind in ihrer Kontinuität und in der Aussicht auf die Entwicklung aller drei jungen Musikerinnen einmalig. Charlotte und Pauline sind bereits mehrfache Bundespreisträger des Wettbewerbs Jugend musiziert in den Jahren 2013 bis 2017. Friederike, die jüngste und wahrscheinlich die Begabteste von allen, hat in diesem Jahr gemeinsam mit Charlotte in der Altersgruppe III des Bundeswettbewerbs die Höchstpunktzahl von 25 erreichen können. Man muss Charlotte, Friederike und Pauline nur beim Musizieren zuschauen, um sehen, welche Freude und Konzentration bei der Reproduktion von Musik entstehen kann. Der Sächsische Musikrat möchte mit der Verleihung des Preises natürlich auch das familiäre Engagement ehren, was hinter diesen Leistungen und der Art und Weise des Musizierens und dem persönlichen Auftritt aller drei Mädchen steht. Es ist ein großer Dank und ein Kompliment an die Eltern.«

»Gemeinsames Musizieren trägt nach meiner Überzeugung zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft bei, zu Toleranz und Vielfältigkeit.« Mit diesen Worten begründete Dr. Holger Koppe in seiner Rede anlässlich der Verleihung in Weimar das Engagement seiner Stiftung für die musikalische Jugend. Auch Weimars Stadtkulturdirektorin, Frau Julia Miehe, bekräftigte in Ihrem Grußwort »Warum wir junge Musizierende fördern müssen« die Unterstützung von jungen Musikern und Musikerinnen. Der Präsident des Landesmusikrates Thüringen bedankte sich für das Engagement der Holger Koppe-Stiftung und für die Gelegenheit, das diesjährige Preisträgerkonzert in Thüringen veranstalten zu können.

Preise & Stipendien 21.07.2017 Kulturstiftung vergibt Meisterinstrumente

Zur Förderung begabter Nachwuchsmusiker vergibt die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen in diesem Jahr aus ihrem Musikinstrumentenfonds vier wertvolle Meisterinstrumente

 


Zur Förderung begabter Nachwuchsmusiker vergibt die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen in diesem Jahr aus ihrem Musikinstrumentenfonds vier wertvolle Meisterinstrumente: ein Violoncello des Markneukirchner Geigenbaumeisters Ekkard Seidl (venezianisches Modell,  Baujahr 1999), einen Kontrabass aus der Meisterwerkstatt Alfred Meyer Markneukirchen (4/4 Größe, 4-saitig, Baujahr 2007) und zwei Bassposaunen (Lätzsch Bassposaune, Modell SL 580, Goldmessing, 2012 und S.E. Shires B II 2 R 10 Bassposaune, Jazz, 2012). Die Instrumente werden leihweise für einen Zeitraum von drei Jahren zur Verfügung gestellt, eine Verlängerung um weitere zwei Jahre ist möglich.
Als Stipendiaten können sich insbesondere Mitglieder der sächsischen Landesjugendensembles, begabte Musikschüler, Preisträger von Wettbewerben wie „ Jugend musiziert“, sowie junge Absolventen oder Studierende an den sächsischen Musikhochschulen bewerben. Weitere Informationen und die Unterlagen zur Ausschreibung sind im Internet unter www.kdfs.de zu finden.
Die Bewerbungen sind bis zum 31. August 2017 an die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Karl-Liebknecht-Str. 56, 01109 Dresden zu richten. Der Bewerbung sind eine Kurzbiographie, Zeugnisse, Empfehlungen und Beurteilungen sowie Informationen über Preise und die Teilnahme an Wettbewerben beizufügen.Weitere Informationen: Johannes Schiel, Tel. 0351-8848024, kontakt@kdfs.de

Preise & Stipendien 05.09.2016 »The Saxonz« erhalten den Arras-Preis 2016

Elisabeth und Stefan Arras haben den mit 5.000 Euro dotierten Arras-Preis am 2. September im Festspielhaus Hellerau übergeben.

 

2013 fanden sich 40 Breakdancer oder B-Boys, wie sich selber nennen, erstmals zusammen. Schon nach kurzer Zeit gehörten sie zur Spitze der deutschen Breakdance Szene: Durch den Sieg beim Battle of the Year 2014, der inoffiziellen Deutschen Meisterschaft. Auch Internationale Erfolge schlossen sich an – Dank Aufsehen erregender Choreographien. Ein Ende des letzten Jahres gedrehter Videoclip sorgte zudem weltweit vor allem unter Hiphoppern und Filmleuten für Furore. Seine Botschaft: Das Leben nicht auf später verschieben. »Das Leben ist ein Tanz, vom Herzschlag im Mutterleib an«, sagt eine Stimme aus dem Off. »Das ist definitiv unsere Devise«. Ihre Kraft und Präsenz ist beeindruckend »Wir leben im Moment, jeden Tag.« sagt Lehmi, der Tänzer. Die Gruppe beeindruckt mit kraftvollen Bewegungsabläufen, Trick – & Freeze-Kombinationen, durch perfekte Gruppendynamik und viele humorvolle Elemente: Schnelle Beats und die Körper zweier Tänzer setzen den Rhythmus in akrobatische Bewegungen um. Drehsprünge kommen aus dem Handstand, Wirbel um die Körperachse und dann friert die Bewegung für wenige Sekunden ein. Die Breakdancer nennen es »Air Freeze«. Wie sie die beiden Tänzer auf dem Parkett im Dresdner Stadtteilzentrum »Emmers« Felix Roßberg und Philip Lehmann vorführen. Sie sind Gründungsmitglieder der Breakdance-Crew. Am Anfang »durften alle mitmachen, keiner wurde ausgeschlossen, das war uns wichtig«, sagt der Tänzer Killian. Aber nur die ambitioniertesten Tänzer wollten sich professionalisieren ihre Lebensplanung ganz auf das Tanzen ausrichten.

The Saxonz kooperieren inzwischen in drei Projekten mit dem Festspielhaus Hellerau,arbeiten dabei in diesem Jahr unter anderem mit der Elbland Philharmonie zusammen und sollen am 3. Oktober diesen Jahres in der Semperoper beim offiziellen Festakt des Bundespräsidenten in einer gemeinsamen Choreographie mit dem Semperoper-Ballett auftreten. So sind sie einem ihrer Ziele bereits näher gekommen: Breakdance soll endlich in der deutschen Hochkultur ankommen, auch wenn der Kulturbegriff hierzulande sehr eng ist. »Als Tänzer muss man sich das erkämpfen. Damit hatten wir vor Jahren auch zu tun. Man wird als Breakdancer halt so ein bisschen belächelt, als der von der Straße«, sagt Lehmi. »Aber du gehst auch nicht in die Semperoper und sagst ›Hach gucke mal, der springt da so ein bisschen rum. Das sieht ja lustig aus.‹ … Wir möchten zeigen, was bei uns dahinter steckt und wie viel Training das ist.«

Der Kunstpreis der Hanna Johannes Arras Stiftung wird auf den Gebieten der Musik, Literatur, der Bildenden, Gestaltenden oder Angewandten Künste verliehen und dient der Förderung von Künstlern und Projekten der Kunst im Raum Dresden. Er versteht sich als Stipendium und möchte Künstler in Ihrer kreativen Arbeit unterstützen. Ausgezeichnet wurden mit dem Preis in den vergangenen Jahren u. a. die Schriftsteller Marcel Beyer und Peter Richter, der Verlag Voland & Quist, der Dirigent Lennart Dohms die Fotografin Karen Weinert und die Tänzerin und Choreographin Cindy Hammer. Gewidmet ist die Stiftung Hanna und Johannes Arras. Mit der Verleihung des Preises möchte die Familie ihre bis heute wirkende Verbundenheit mit der Stadt Dresden zum Ausdruck bringen.

Hanna Johannes Arras Stiftung

Preise & Stipendien 31.08.2016 Walter Plakette an Dr. Irmgard Krauthoff und Gerhard Schöne

Der Sächsische Musikrat e.V. vergibt am 10. September 2016 zum achten Mal die Johann Walter Plakette.

 

Der lebendige Reichtum sächsischer Musikkultur, die für viele Menschen zum inneren Besitz gehört, ist wesentlich der Hingabe musikbegeisterter Menschen an die Kunstausübung zu danken. In der Überzeugung, dass allein die aktive Musikpflege die Zukunft unserer Musikkultur gewährleistet, hat der Sächsische Musikrat die Johann Walter Plakette gestiftet, um mit ihrer Verleihung aller zwei Jahre auf beispielhafte Leistungen im Musikleben unseres Landes aufmerksam zu machen. Die Vergabe erfolgt an zwei Persönlichkeiten, die sich um die Pflege der Musiktradition und des Musiklebens in Sachsen, die Förderung des musikalischen Nachwuchses oder die Entwicklung des zeitgenössischen Musikschaffens in Sachsen besondere Verdienste erworben haben. Benannt ist die Plakette nach Johann Walter (*1496 in Kahla, †1570 in Torgau). Der enge Freund Martin Luthers und dessen musikalischer Berater wirkte 1525 maßgeblich bei der Gestaltung der »Deutschen Messe« mit. Von 1526 bis 1548 leitete Johann Walter die Torgauer Stadtkantorei. Diese wurde zum Ur- und Vorbild des lutherischen Kantoreiwesens. 1548 in das Amt des Hofkapellmeisters nach Dresden berufen, gründete und leitete Johann Walter die Kurfürstliche Hofkantorei. Als lutherischer »Ur-Kantor« schuf er die Grundlage für die evangelische Kirchenmusik. Der Lehrer, Kantor, Dichter und Komponist Johann Walter hat einen historischen Beitrag für die Wende zur Neuzeit in Deutschland und Europa geleistet.

Mit Dr. Irmgard Krauthoff und Gerhard Schöne werden im Jahr 2016 zwei Persönlichkeiten die Ehrung erhalten, die auf sehr unterschiedliche Weise das Singen vorbildlich mit befördert haben.

Gerhard Schöne wird für sein künstlerisches Lebenswerk als Liedermacher, seine Popularisierung von Kinderliedern sowie sein in christlicher Überzeugung gegründetes gesellschaftliches Engagement die Johann Walter Plakette des Sächsischen Musikrates verliehen. Mit Gerhard Schöne verfügt das deutsche Musikleben über eine hoch angesehene Persönlichkeit, die sich um die Pflege des Singens im Kindesalter verdient gemacht hat und stets aktiv die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Entwicklungen gesucht hat.

Dr. Irmgard Krauthoff wird für ihre nachhaltigen Verdienste um die Ausbildung von Musikpädagogen und als Mitherausgeberin einer Vielzahl von Schulbüchern, Lehrplänen und Fachzeitschriften für den Musikunterricht in der Grundschule die Johann Walter Plakette des Sächsischen Musikrates verliehen. Dr. Irmgard Krauthoff hat sich lebenslang als Impulsgeberin für die Pflege des vokalen Musizierens im Kindergarten und in der Grundschule einen Namen gemacht.

Die Vizepräsidentin des Sächsischen Musikrates e.V., Aline Fiedler, MdL wird die Auszeichnungen in einer öffentlichen Veranstaltung am Samstag, 10. September 2016 um 11 Uhr in der Torgauer Schlosskapelle verleihen. Der mdr Kinderchor wird diese Veranstaltung musikalisch begleiten – einige Titel auch gemeinsamen mit dem Liedermacher Gerhard Schöne.

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