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30.5.2016 : 22:11 : +0200

Sächsicher Musikrat e.V.

Andreas Schreibner

Andreas Schreibner wurde 1951 in Dresden geboren. Schon frühzeitig erhielt er eine Gesangs- und Violinausbildung. 1961-69 war er Mitglied des Dresdner Kreuzchores. Eine Schallplattenproduktion als junger Solist unter H. W. Henze 1968 war Anstoß, Sänger werden zu wollen.

1969-74 absolvierte er ein Gesangsstudium an der Dresdner Musikhochschule "Carl Maria von Weber" und wurde dort Assistent am Studio für Stimmforschung. Theaterengagements führten ihn 1974-83 nach Bautzen, Stralsund und Potsdam. 1983 nahm Andreas Schreibner ein Engagement als lyrischer Bariton an der Staatsoper in Dresden an, wo er innerhalb von wenigen Jahren zu einem der meistbeschäftigten Solisten aufstieg. In den Jahren 1980-85 war er Preisträger mehrer internationaler Gesangswettbewerb (u.a in Leipzig, Zwickau, Toulouse, Montreal). 1987 wurde Andreas Schreibner der Ehrentitel "Kammersänger" verliehen.

Er arbeitete von 1989-93 intensiv mit Luciano Berio (Mahler/ Berio Orchesterlieder) bei dem Granda-Festival zusammen, mit dem BBC London, RAI Milano, Ars Musica Bruxelles, Teatro Communale Firenze u.v.a., sowie seit 1990 regelmäßig mit Peter Schreier bei dessen Aufführungen der großen Oratorien Bachs (u.a. in Köln, Hamburg, Leipzig, Rom, Florenz, Venedig, Prag, Cleveland, Houston ).

Schreibner ist seit 1992 freischaffend tätig mit einem Gastvertrag an der Staatsoper Dresden, bei der er u.a. diese Hauptpartien gesungen hat: Papageno, Eugen Onegin, Don Giovanni, Barbier von Sevilla, Graf/Figaro, Graf/Capriccio, Peter I./ Zar und Zimmermann, Barbier/Schweigsame Frau, Wolfram/Tannhäuser.

1993 feierte er sein Debüt mit Webers "Freischütz" unter der Leitung von Sir Colin Davis bei den New Yorker Philharmonikern und 1999 mit Strauss "Schweigsame Frau" an der Wiener Staatsoper. 2000/01 spielte er ein außerordentliches erfolgreiches Debüt an der Nationaloper Paris in der Titelrolle der Uraufführung von Ph. Manourys Oper "K" (nach Kafkas "Der Prozess") und als Frank in der "Fledermaus". In Wien spielte er von 2002-04 "Euryanthe"(Lysiart) Cagliari und "Macbeth" (E.Bloch) Klangbogen.

Er erhielt Reengagements an der Opera Bastille Paris und war an der Uraufführung "Der gute Gott" A. Hölszky in Schwetzingen und Dresden beteiligt.

Er 2004-06 spielte die Tiltelpartie in "Woyzeck" an der New Israel Opera Tel Aviv, ging mit dem Kreuzchor Dresden, gab Konzerte in Florenz (Maggio musicale), Rom (Accad.di St. Cecilia) und in Leipzig (Gewandhaus-und Thomanerchor). Weiterhin spielte Andreas Schreibner Titelpartie in "Cardillac" an der Oper Bonn, "Woyzeck" in Lille und Caen, ; "Tristan" (Melot) in Brüssel. Er gab Konzerte mit Claudio Abbado (IX.Beethoven) in Caracas, beim WDR in Köln, sowie 8 große Konzerte in der wiedererrichteten Frauenkirche Dresden (Messias, Weihnachtsoratorium, Bachs Passionen u.a.).

Schreibner hat umfangreiche Betätigung als Lied-, Konzert- und Oratoriensänger bei führenden Orchestern und Veranstaltern in Berlin, München, Hamburg, Leipzig, Dresden, Wien Salzburg, Graz Genf, Lugano, Rom, Florenz, Mailand, Turin, Venedig, Madrid, Barcelona, Stockholm, Helsinki, Dublin, Tokio, Lyon, Strasbourg, Liége u.a. unter der Leitung namhafter Dirigenten, wie z.B..: Sir Colin Davis, Christoph Eschenbach, Giuseppe Sinopoli, Milan Horvat, Fabio Luisi, Leopold Hager, Gustav Kuhn, Ingo Metzmacher, Peter Schreier, Christoph Prick, Peter Schneider, Bruno Weil, Garcia Navarro, Daniel Russel Davies, Myung-Wun Chung u.a.

Neben der Oper gilt Scheibners besondere Vorliebe den Oratorien Bachs, Haydns und Mendelssohns, dem romantischen deutschen Lied und der zeitgenössischen Musik