Tobias Morgenstern

Schirmherr Tobias Morgenstern: Akkordeonist, Komponist, Arrangeur und Produzent

»Mein erstes Akkordeon stand unter dem Weihnachtsbaum, da war ich sechs Jahre alt. Als ich mich davon überzeugt hatte, dass es keine Schreibmaschine für den Vater war, freundete ich mich damit an und besuchte kurze Zeit später die Bezirksmusikschule »Paul Büttner« in Dresden und lernte bei Frau Janus. Für den Acco Swing, unsere Akkordeonhymne, dachte ich an eine Melodie, an die wir uns alle gern erinnern, auch nach dem Jahr des Akkordeons. Also nicht zu schwerfällig.

Das Akkordeon habe ich über viele Jahre, viele Etappen, in vielen unterschiedliche Zusammenhängen schätzen gelernt. Auf der einen Seite ist es etwas eingeschränkt bzw. etwas speziell festgelegt beispielsweise durch die Bassmechanik. Dadurch bietet es aber auch schnellen Zugang und einen schnellen Erfolg beim Einstudieren von Liedern. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es doch etwas mehr Handwerk und Spielvermögen braucht, damit man das Akkordeon so spielen kann, dass es direkt im Herzen der Zuhörer ankommt. Die Seele des Instrumentes muss man etwas herausfordern. Allzu oberflächlich gespielt ermüdet es schnell, finde ich. Da das Akkordeon keinen so schönen Resonanzraum wie z.B. die Streichinstrumente haben, muss man mehr Energie aufwenden, um das Instrument zum Klingen zu bringen. Gerade in trockenen Räumen ist das etwas mühsam. Ein Klavier hat ein Pedal und so kann man einen Klang stehen lassen. Beim Akkordeon muss man das alles selbst machen. Also es ist etwas Spezielles daran, eher wie eine Stimme.

Zum Klingen bringt man es auch, wenn man oft überhängende und übergreifende Harmoniestrukturen benutzt. Das ist zwar theoretisch nicht immer richtig, aber es verschafft eine Atmosphäre und hilft einen Sound aufzubauen, oftmals reichen dazu auch leise Töne … Und das Schöne ist, man hat es immer dabei, also es ist immer gleich, man muss sich nicht wie bei einem Klavier erst drauf einstellen.«

www.tobiasmorgenstern.de