Soforthilfe-Zuschuss »Härtefälle Kultur«

Mit dem Zuschuss unterstützt der Freistaat Sachsen gemeinnützig anerkannte freie Träger im Bereich Kunst und Kultur, freie Träger im Bereich Kunst und Kultur ohne anerkannte Gemeinnützigkeit, deren wirtschaftliche Leistungsfähigkeit infolge der amtlichen Maßnahmen während der Corona-Pandemie beeinträchtigt ist. Die Unterstützung wird zur Überbrückung finanzieller Engpässe gewährt, die zwischen 15. März 2020 und 31. Dezember 2020 entstanden sind.

  • RL Corona Härtefälle Kultur 25.06.2020.pdfRichtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus zur Abmilderung von Härtefällen in der Corona-Krise bei freien Trägern im Bereich Kunst und Kultur vom 25. Juni 2020

Konjunkturpaket „Kunst trotzt Corona“ für die Dresdner Kulturlandschaft


Mit dem Konjunkturpaket „Kunst trotzt Corona“ wird die Dresdner Kulturlandschaft mit weiteren 500.000 Euro unterstützt.
Durch die landesweiten Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wurden hunderte Konzerte und Kulturveranstaltungen in Dresden abgesagt. Das stellt vor allem die Kulturszene und die damit verbundene Veranstaltungsbranche vor große Herausforderungen und entzieht vielen damit ihre Existenzgrundlage. Darüber hinaus läuft der Tourismus erst schrittweise wieder an. Durch „Kunst trotzt Corona“ sollen für die Dresdnerinnen und Dresdner sowie die Gäste der sächsischen Landeshauptstadt weitere attraktive Kulturerlebnisse geschaffen werden.   
Insgesamt 235.000 Euro gehen an Projekte in institutionell geförderte Einrichtungen, die aufgrund der direkten Betroffenheit durch die Corona-Lage entstanden sind.
Zudem wird das Budget im Rahmen der Richtlinie Kleinprojekteförderung um weitere 40.000 Euro aufgestockt. Hier können lokale Kulturakteure insbesondere kurzfristig geplante Projekte einreichen und bis zu 2.500 Euro beantragen.
Informationen zur Antragstellung finden Sie hier

 

Weitere 225.000 Euro werden über den Branchenverband der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft – Wir gestalten Dresden ausgereicht. Gefördert werden kreative Kulturformate von privatwirtschaftlichen Akteuren, darunter Open-Air-Veranstaltungen, kleinere Festivals, Film- und Literaturabende, die im Sommer und Herbst 2020 stattfinden, gefördert werden. Zusätzlich wird ein Teil des Betrages über ein Crowdfunding-Portal eingestellt werden, über das die jeweiligen Projektantragsteller ihr Fördervolumen verdoppeln können.
Bewerbungsfrist: 29. Juli bis 14. August 2020
Informationen zum Call von Wir gestalten Dresden finden Sie hier


 

 

»Sachsen hilft sofort«

Am 23.03.2020 wurde vom Kabinett des Freistaates Sachsen das Soforthilfe-Darlehen zur Unterstützung von Einzelunternehmern (Solo-Selbstständigen), Kleinstunternehmen und Freiberuflern in Sachsen, die aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus mit unverschuldeten Umsatzrückgängen konfrontiert sind, heute beschlossen. Die Antragstellung kann ab kommender Woche bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) erfolgen. Zuwendungsempfänger sind Solo-Selbständige sowie Unternehmen im Freistaat Sachsen, deren Jahresumsatz eine Million Euro nicht übersteigt.

Mit dem Sofort-Darlehen stellt der Freistaat ein zinsloses, nachrangiges Liquiditätshilfedarlehen von bis zu 50.000 Euro, in begründeten Ausnahmefällen bis zu 100.000 Euro, mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren zur Verfügung. Das sogenannte Staatsdarlehen wird für die ersten drei Jahre tilgungsfrei zur Verfügung gestellt. Vorteil des Staatsdarlehens ist, dass die Bewilligung ohne Hausbank funktioniert und das Darlehen somit schnell und flexibel gegeben werden kann.

»Wir haben ein Programm für alle Kleinstunternehmen, Solo-Selbständigen sowie Freiberufler aufgelegt, egal ob aus dem Kreativwirtschafts- oder Dienstleistungsbereich, die bisher durchs Raster der Unterstützungsangebote fallen. Es geht darum, Verdienst- und Umsatzausfälle der nächsten Wochen abzufangen und einen Ausgleich zu finden. Wir werden denjenigen, die unverschuldet in Not geraten sind, schnell helfen und sie nicht vor neue finanzielle Probleme stellen. Mit Ablauf der drei tilgungsfreien Jahre werden wir genau hinschauen und entscheiden, ob das ausgebliebene Geschäft nachgeholt werden konnte und die wirtschaftliche Situation so ist, dass das Darlehen tatsächlich auch zurückgezahlt werden kann. Gerade Solo-Selbständige und Freiberufler, die es nicht schaffen, ihre jetzt ausgefallenen Geschäfte nachzuholen, können sich sicher sein, dass das Soforthilfe-Darlehen keine neue Last für sie wird«, so Dulig. Die Forderung kann dann auch ganz oder zum Teil erlassen werden, wenn sich der Schuldner in einer unverschuldeten wirtschaftlichen Notlage befindet und eine Existenzgefährdung zu befürchten ist.

Das Programm startete am 30. März. Trotz gründlicher Vorbereitung bitten die Kolleginnen und Kollegen der SAB »dennoch um Verständnis und Geduld, da wir von einer hohen Nachfrage ausgehen.«

Wer ist antragsberechtigt?
• Zuwendungsempfänger sind Solo-Selbständige sowie Unternehmen mit Betriebsstätte im Freistaat Sachsen, deren Jahresumsatz eine Million Euro nicht übersteigt. Dazu zählen insbesondere das Handwerk, der Handel, die Dienstleister, die Kultur- und Kreativwirtschaft sowie wirtschaftliche tätige Angehörige der Freien Berufe.

Unter welchen Voraussetzungen kann die Zuwendung gewährt werden?
• Die Zuwendung kann erfolgen, wenn der Antragsteller zum 31. Dezember 2019 wirtschaftlich gesund war und für das laufende Geschäftsjahr aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise einen Umsatzrückgang von mindestens 20 Prozent prognostiziert. Die Rückzahlung des Darlehens muss bei normalem wirtschaftlichen Ablauf innerhalb der Laufzeit des Darlehens zu erwarten sein. Darüber hinaus darf das Darlehen nicht zur Umschuldung bestehender Betriebsmittelfinanzierungen gewährt werden.

In welcher Höhe kann ich das Darlehen erhalten?
• Die Zuwendung wird als Projektförderung durch ein zinsloses, am Liquiditätsbedarf (weiterlaufende Betriebsausgaben) für zunächst vier Monate orientiertes Nachrang-Darlehen von mindestens 5.000 Euro und höchstens 50.000 Euro gewährt.
• In begründeten Ausnahmefällen kann das Darlehen auf bis zu 100.000 Euro aufgestockt werden. Das kann der Fall sein, wenn nach einem Zeitraum von vier Monaten ein höherer Liquiditätsbedarf besteht.
• Das Darlehen wird als öffentliches Darlehen aus Mitteln des Freistaates Sachsen direkt von der SAB in privatrechtlicher Form bewilligt und in einer Tranche ausgezahlt.

Wo finde ich die Antragsformulare und bei wem kann ich den Antrag auf das Sachsen-Darlehen stellen?
• Die Beantragung und Ausreichung erfolgt über die Sächsische Aufbaubank – Förderbank (SAB).
• Die Anträge auf Förderung sind bei der Sächsischen Aufbaubank Förderbank –, Pirnaische Straße 9, 01069 Dresden als der zuständigen Bewilligungsstelle einzureichen. Der Antragsteller hat die erforderlichen Eigenerklärungen abzugeben. Die SAB stellt die erforderlichen Formulare ab 23.03.2020 elektronisch bereit (www.sab.sachsen.de).

Wann und wie hat die Rückzahlung zu erfolgen?
• Das Darlehen ist für die gesamte Laufzeit von 10 Jahren zinslos und bis zu 36 Monate tilgungsfrei. Auf Antrag des Unternehmens kann nach Ablauf der tilgungsfreien Zeit mit der SAB eine individuelle Tilgungsvereinbarung getroffen werden. Sondertilgungen sind jederzeit möglich. Wichtig ist, dass das Darlehen nachrangig ausgestaltet ist, also nicht zur Überschuldung führen oder beitragen kann.

Ich nehme bereits andere Entschädigungsleistungen in Anspruch, habe ich dennoch einen Anspruch auf das Soforthilfe-Darlehen?
• Ansprüche auf Entschädigungsleistungen nach dem Infektionsschutzgesetz sowie Versicherungsleistungen für Betriebsunterbrechungen / Betriebsausfall sind vorrangig in Anspruch zu nehmen. Sollte während der Laufzeit dieses Programms ein Förderprogramm des Bundes oder der Europäischen Union mit ähnlicher Zielrichtung für die Zuwendungsempfänger in Kraft treten, so sind diese vorrangig in Anspruch zu nehmen. Für den darüberhinausgehenden Liquiditätsbedarf kann eine Zuwendung nach dieser Richtlinie gewährt werden.