Im diesem Projekt rekonstruieren Schülerinnen und Schüler die Lebensgeschichten von Musikerinnen und Musikern, die zur Zeit des Nationalsozialismus Repressionen ausgesetzt waren. Die Jugendlichen setzen sich mit deren Leben und Werk auseinander. Dadurch entwickeln sie ein tieferes Verständnis für das Schaffen dieser Menschen sowie für das Leid, welchem sie schonungslos ausgesetzt waren. Quellen und Materialien werden abei selbst erarbeitet und wissenschaftlich begleitet. Wenn möglich werden Zeitzeugen bzw. deren Nachfahren ermittelt. Exkursionen sind möglich.
Das Projekt richtet sich an Jugendliche der 7. bis 10. Klasse sowie der gymnasialen Oberstufe. Die Thematik ist anschlussfähig an die geltenden Fachanforderungen und Rahmenlehrpläne, in denen die Beschäftigung mit dem NS-Staat sowie fachspezifischen Themenfeldern erfolgt.
Die Schülerinnen und Schüler erstellen biographisch orientierte Podcasts, deren Inhalte auch in weitere Apps überführt werden um dauerhaft sichtbar zu bleiben. Unter professioneller Anleitung von Journalistinnen und Journalisten lernen sie Verfahren und Methoden zur Erstellung von Podcasts kennen. Sie begleiten deren Ausstrahlung im Rundfunk. Das überregionale Projekt baut auf einem Berliner Pilotprogramm auf, dort erarbeitete Methoden werden in vier weiteren Ländern angewandt.
In unserer Gesellschaft nimmt ohne die Generation von Zeitzeugen und Überlebenden das Wissen um den Zivilisationsbruch des Holocaust und die NS-Geschichte ab. Zugleich nehmen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung zu. Über die mediale Beschäftigung mit den Menschen und ihrer Musik lernen Jugendliche neue Bildungsformate kennen und setzen sich kritisch mit dem Nationalsozialismus auseinander.
Christina Schimmer
(Sächsischer Musikrat)
schimmer@saechsischer-musikrat.de
+49 351 810 42 52
Projektzeitraum
01.08.2026–31.07.2028
Ein Projekt des Landesmusikrates Berlin in Kooperation mit dem Sächsischen Musikrat e.V. und den Landesmusikräten von Brandenburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.
Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) gefördert und im Rahmen des Förderprogramms Bildungsagenda NS-Unrecht von der StiftungErinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) umgesetzt.