Der Sächsische Musikrat e.V.

In der Überzeugung, dass Bildung und Kultur eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung unserer Gesellschaft spielen, engagieren wir uns gemeinsam mit unseren Partnern für ein lebendiges Musikland Sachsen.

Wir verstehen uns als Ratgeber und Kompetenzzentrum für Politik und Zivilgesellschaft. Wir stärken mit unserer Arbeit das Bewusstsein für den Wert der Kreativität und fördern im Besonderen das Laienmusizieren als unverzichtbaren Bestandteil des kulturellen Lebens.

Der Sächsische Musikrat (SMR) hat sich zur Aufgabe gemacht die Musiktradition in Sachsen zu pflegen, sowie das zeitgenössische Musikschaffen zu unterstützen. Als größtem kulturellem Dachverband in Sachsen gehören dem SMR derzeitig 49 Landesverbände und Institutionen an.

Im Abstand von zwei Jahren verleiht das Präsidium des Sächsischen Musikrates die Johann Walter Plakette an Persönlichkeiten, die sich durch ihr Engagement im Musikleben des Freistaates besondere Verdienste erworben haben.

Wir betreiben als Weiterbildungsstätte die Sächsische Landesmusikakademie im Schloss Colditz. 

Der SMR ist Mitglied im Deutschen Musikrat und der Interessengemeinschaft der Landeskulturverbände in Sachsen.

Er wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

 
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Personalia 16.04.2018 Gabriele Hegner

Sächsische Bläserphilharmonie und Deutsche Bläserakademie haben eine neue Geschäftsführerin

 

Gabriele Hegner hat nach knapp zwei Jahren als Orchesterdirektorin und Orchestermanagerin die Geschäftsführung der Sächsischen Bläserphilharmonie und der Deutschen Bläserakademie übernommen.

Sie löst damit ab April Heiko Schulze ab, der die Geschicke seit 1996 in Bad Lausick führte. »Mein Ziel ist es, die Wahrnehmung unserer Institution, sowohl der Sächsischen Bläserphilharmonie als auch der Deutschen Bläserakademie deutlich zu verstärken. Die Bereiche Marketing und Sponsoring müssen sich massiv verändern. Wir wollen nicht nur überregional, sondern auch in unserer Heimat die Menschen erreichen und überzeugen. Es wird Zeit für die Marke ›Sächsische Bläserphilharmonie‹!«, so Gabriele Hegner über ihre Zukunftsplänen. Gabriele Hegner bringt durch ihre 10-jährige Erfahrung als Leiterin des Künstlerischen Betriebsbüros der Hofer Symphoniker sowie ihre bereits 14-jährige Praxis als selbständige Künstleragentin und Eventmanagerin in Frankfurt am Main die nötige Erfahrung für diese Position mit. Dass sie selbst Orchestermusik studiert hat und als Fagottistin tätig war, kommt der Bläserphilharmonie ebenso entgegen.

Die Sächsische Bläserphilharmonie ist das einzige Kulturorchester Deutschlands, das in ausschließlich sinfonischer Bläserbesetzung auftritt. Mit seinem knapp 70-jährigen Bestehen kann das Ensemble, ehemals Rundfunk-Blasorchester Leipzig, auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Seit 2011 ist Thomas Clamor als Chefdirigent für die Sächsische Bläserphilharmonie tätig. Neben Konzerttätigkeiten im Inland fungiert das Orchester auch als Kulturbotschafter, die die Musiker unter anderem nach China, Venezuela und Australien führte. Im Herbst des vergangenen Jahres wurde das Orchester in das Förderprogramm »Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland« aufgenommen, das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert wird.

Allgemeines 28.03.2018 Mozart on Mortality

Das Landesjugendorchester Sachsen probt zu Ostern in der Landesmusikakademie Sachsen und lädt anschließend zu zwei Konzerten in Leipzig und Dresden ein.

  • Michael Nyman: Mozart on Mortality für Sopran und Kammerensemble
  • W. A. Mozart: Chi sá, chi sá, qual sia KV 582, Konzertarie für Sopran und Orchester
  • Yasuo Kuwahara: Raidoh - Konzert für Mandoline und Orchester
  • Rainer Lischka: Konzert für Posaune und Orchester W. A. Mozart: Sinfonie g-Moll KV 550

Teaa An, Sopran
Adrian Wehle, Posaune
Clara Weise, Mandoline
Landesjugendorchester Sachsen
Leitung: Milko Kersten

Konzerte
Sa, 07.04.2018, 20 Uhr,
Kunstkraftwerk Leipzig,
Saalfelder Straße 8b, 04179 Leipzig
(Tickets: 15,– €, erm. 8,– €)

So, 08.04.2018, 19.30 Uhr,
Hochschule für Musik Dresden,
Wettiner Platz 13, 01067 Dresden
(Tickets: 9,50 €,  erm. 6,– €)

Ticketverkauf für beide Konzerte über reservix.de und an der Abendkasse

 

Am 4. April 1787 schrieb W. A. Mozart in einem Brief an den Vater: »… Und ich danke meinem Gott, daß er mir das Glück gegönnt hat, mir die Gelegenheit (Sie verstehen mich) zu verschaffen, ihn als den Schlüssel zu unserer wahren Glückseligkeit kennen zu lernen. Ich lege mich nie zu Bette, ohne zu bedenken, daß ich vielleicht (so jung als ich bin) den andern Tag nicht mehr sein werde …« Der Komponist war erst 31 Jahre alt und schrieb derlei Gedanken über das Ende. Nur ein Jahr später entstanden seine letzten 3 großen Sinfonien, eine davon in g-Moll. Die Mitglieder des LJO Sachsen haben Kompositionen der Wiener Klassik stets auf dem Wunschzettel, eine der großen Sinfonien zu spielen ist nun Premiere.

Michael Nyman hat 1992 Mozart on Mortality komponiert – eine kleine Kammer-Ouvertüre, die den Brieftext an den Vater vertont und in unsere Zeit holt. Konzerte des LJO Sachsen bieten in aller Regelmäßigkeit jungen Solisten die Gelegenheit, sich zu präsentieren. Mozarts Konzertarien werden leider nur selten aufgeführt, in diesem Programm der ideale Rückgriff zum Original nach Nymans Eingangsstatement. Dessen Musikstil basiert auf dem Strömen von kleineren Klangbausteinen, die sich dann in ihrer Proportionalität zu einem Ganzen entwickeln können. Ein Prinzip, das auch die Wiener Klassik bereits kannte und welches gerade in dem ostinaten Beginn der g-Moll-Sinfonie den immer wieder aufs Neue beeindruckenden Sog in eine melancholisch-bewegte Klangwelt erzeugt.
Dieses Strömen von Musik macht der japanische Komponist Yasuo Kuwahara zum Thema eines ganzen Mandolinenkonzertes. Dabei ist er den Klängen der Natur auf der Spur, die in ihrer rhythmischen Raffinesse und lautmalerischen Phantasie die asiatische Herkunft nicht verleugnen, westeuropäische Traditionen aber bewusst liebevoll einschließt. Mit einem Konzertstück für Posaune und Orchester wird sich der derzeitige Soloposaunist des LJO präsentieren und damit musikalische Werbung machen für ein Instrument, für das es momentan in Sachsen nicht zuviel Nachwuchs gibt …

Kulturelle Bildung 23.03.2018 Kulturelle Bildung ist kein Abstraktum ...

Der Sächsische Musikrat zum Handlungsprogramm »Nachhaltige Sicherung der Bildungsqualität in Sachsen«

 

Kulturelle Bildung ist kein Abstraktum, sondern bedarf der eigenen elementaren Betätigung und Erfahrung

Der Präsident des Sächsischen Musikrates, Prof. Dr. Christoph Krummacher, hat sich am 21. März mit einem Schreiben an Staatsminister Christian Piwarz gewandt.

Die mit dem Handlungsprogramm »Nachhaltige Sicherung der Bildungsqualität in Sachsen« in Aussicht gestellten Verbesserungen der Rahmenbedingungen für Schulbildung in Sachsen werden dahin grundsätzlich begrüßt. Der Sächsische Musikrat verweist in dem Scheiben auch auf Meldungen, nach denen im Fach Musik Reduktionen geplant sind. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen aus den letzten Jahrzehnten belegen eindeutig die hohe Bedeutung der musisch-ästhetischen Schulfächer und insbesondere des Musikunterrichtes für die soziale Bildung und den Zusammenhalt von Kindern und Jugendlichen – im Klassenverbund und lebenslang. »Der Stellenwert der entsprechenden Bildungsinhalte ist in besonderer Weise hinsichtlich sozial schwächerer Milieus und deren Integration und Teilhabe wichtig«, so Krummacher. Insofern sieht der Musikrat die Stärkung der politischen und sozialen Bildung im unmittelbaren Zusammenhang mit der musisch-ästhetische Bildung. »Kulturelle Bildung ist kein Abstraktum, sondern bedarf der eigenen elementaren Betätigung und Erfahrung, wie sie nur im obligatorischen Fachunterricht vermittelbar sind«, heißt es im Schreiben. Die weitere Stärkung der Ganztagsangebote wird dies nicht leisten können, jedenfalls nicht in der bisher gegebenen Qualität und Verbindlichkeit.

Der Sächsische Musikrat hofft auf eine breite Bildungsdiskussion in Sachsen, die für Deutschland vorbildhaft sein könnte. Die Expertise des Musikrates und seiner Mitglieder, u.a. der beiden Musikhochschulen in Sachsen, des Bundesverbandes Musikuntericht und außerschulisch agierender Akteure wie den Musikschulen und Chorverbänden sollten dabei hilfreich sein.

Wettbewerbe 16.03.2018 Jugendwettbewerb mit 74 jungen Musikerinnen und Musikern

11. Roland-Zimmer-Jugendwettbewerb für Soloinstrumente Gitarre, Mandoline und Zither vom 5. bis 7. April 2018 in Hohenstein-Ernstthal

Veranstalter

SAXONIADE e.V. und Bund Deutscher Zupfmusiker – Landesverband Sachsen e.V

 

Mit 45 Teilnehmern im Fach Gitarre werden am 5. und 6. April 2018 die öffentlichen Wertungsspiele im Lessinggymnasium Hohenstein-Ernstthal absolviert. Ab Samstag wird der Wettbewerb durch die Wertungsspiele von 16 Mandolinisten und 13 Zitherspielern ergänzt. Vom hohen Niveau und dem ausdrucksstarken Spiel der jungen Künstler kann sich das Publikum im Konzert der Preisträger am 7. April 2018 in der Aula des Lessing Gymnasium in Hohenstein-Ernstthal ab 19 Uhr überzeugen.

Nach einer Idee von Gerhard Puhlfürst, dem damaligen Präsidenten des SAXONIADE e.V.,entstand 1998 der Roland-Zimmer Jugendwettbewerb für Gitarre Solo und Mandoline Solo und wurde zum ersten Mal im Schloss Forderglauchau durchgeführt. Danach waren sich der Bund Deutscher Zupfmusiker, Landesverband Sachsen e.V. und der SAXONIADE e.V. einig, den zweiten Wettbewerb im Jahr 2000 mit dem Instrument Zither zu erweitern und zu bereichern. Der Roland-Zimmer-Jugendwettbewerb für Soloinstrumente Gitarre, Mandoline und Zither ist dem Vermächtnis von Prof. Roland Zimmer (1933-1993) gewidmet. Die kennzeichnenden Orte des Lebens von Prof. Roland Zimmer waren die Musikstadt Markneukirchen im Vogtland und Thüringens Klassikerstadt Weimar. Seinem Studium in Weimar folgte eine Lehrtätigkeit an der nunmehrigen Franz-Liszt-Hochschule, die später durch Dozenten-, Juroren- und Konzerttätigkeit über den nationalen Rahmen hinaus ergänzt wurde.

Der Wettbewerb dient der Förderung des Amateurmusizierens, der Anhebung der musikalischen Qualität und versteht sich als Wegbereiter für nationale und internationale Leistungsvergleiche.

In dem anspruchsvollen musikalischen Wettstreit haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, in den Fächern Gitarre, Mandoline und Zither ihre solistischen Leistungen zu präsentieren und ihre Kräfte zu messen. Eine fachkundige Jury schätzt die im Wertungsspiel dargebotene Leistung eines jeden ein, beurteilt und gibt Hinweise für die weitere Arbeit. So können die jungen Künstler auch untereinander ihre künstlerischen Leistungen vergleichen.

Rudi Stößel

Wettbewerbe 05.03.2018 Nichts zu verlieren – Viel zu gewinnen

27. Landeswettbewerb »Jugend musiziert« Sachsen 2018 in Reichenbach im Vogtland

Öffentliche Wertungsvorspiele (Eintritt frei)
9.-11. und 16.-18. März 2018

  • Goethe-Gymnasium Reichenbach
  • Neuberinhaus Reichenbach
  • Ratssaal Reichenbach
  • Weinholdschule Reichenbach (nur 9.-11. März)
  • Sächsisches Landesgymnasium für Musik Dresden (9. März, Schlagzeug-Ensemble)
  • Robert-Schumann-Konservatorium der Stadt Zwickau (17. März, Klavier-vierhändig)

Konzerte
Samstag, 17. März 2018, 20 Uhr, Neuberinhaus Reichenbach
Konzert der Jazz-Preisträger des Landeswettbewerbes Jugend jazzt Sachsen
Eintritt frei!

Freitag, 4. Mai 2018, 19:30 Uhr, Rathaus Reichenbach
Abschlusskonzert des Landeswettbewerbs
Eintritt frei!

Tagesaktuelle Infos

 

An den zwei kommenden Wochenenden vom 9.-11. und 16.-18. März 2018 werden 510 Teilnehmer an verschiedenen Austragungsorten in Reichenbach beim größten Jugendwettbewerb in Sachsen ihr Können beweisen. In den Solowertungen sind dies 46% (!) mehr Teilnehmer (284 Solowertungen statt 194), als im vergleichbaren Wettbewerbsjahr 2015. An Gastgeber und Organisatoren werden damit hohe Anforderungen gestellt. Nicht zuletzt die zahlreichen freiwilligen Helfer an allen Veranstaltungsorten tragen zum reibungslosen Ablauf bei und sichern das hohe Niveau des Wettbewerbs. Der diesjährige Wettbewerb sprengt von der Anzahl der Wertungen alle Dimensionen, so dass einige Kategorien nach Dresden (Schlagzeug) und Zwickau (Klavier-vierhändig) »ausgelagert« werden mussten.

Spannende Sololeistungen gibt es diesem Jahr u.a. bei den Bläsern, Gitarristen sowie bei Musical und Jazz. In der Ensemblewertung stehen in diesem Jahr die Duo-Wertungen mit Streichinstrumenten und Sängern im Mittelpunkt. Der Eintritt zu den Wertungsspielen ist frei. Gäste sind willkommen!

»Jugend musiziert« ist ein Nachwuchswettbewerb für Amateure. Beteiligen können sich Solisten und Kammermusik-Ensembles. 1.096 junge Leute haben bei den fünf Regionalwettbewerben in Sachsen im Januar 2018 bereits teilgenommen. Aber nur auftreten und die Punkte einsammeln? Und vielleicht gar enttäuscht und ärgerlich wieder nach Hause fahren? Das ist nicht Ziel von »Jugend musiziert«. Der Wettbewerb will anderes, als seine Teilnehmer über den Konkurrenz– und Öffentlichkeitsdruck zu Höchstleistung zu provozieren. Wichtig ist ihm, zum Musizieren, zur Arbeit mit dem Musikinstrument oder der Singstimme anzuregen, sich mit verschiedenen Musizierstilen und Musikwerken unterschiedlicher Epochen auseinandersetzen und zum gemeinsamen »Erlebnis Musik« zusammen zu finden.

Darum gehört das Angebot eines Beratungsgespräches der Juroren für alle Teilnehmer seit vielen Jahren zum Programm. Aber auch das wird in diesem Jahr aufgrund der Fülle von Wertungen schwierig werden. Da Wettbewerbstage oder Spielorte nicht beliebig erweiter werden können werden die Beratungsgespräche der Teilnehmer – das ist neu – erst nach der Ergebnisbekanntgabe am Abschluss des Wertungstages stattfinden.

Bei »Jugend musiziert« steht der Team-Gedanke im Vordergrund. Neben Motivation und Anregung für den eigenen musikalischen Lebensweg vermittelt »Jugend musiziert« nach der Wettbewerbsphase weitere Förderungen und Stipendien. Das können Projekte des Sächsischen Musikrates sein, beispielsweise das Landesjugendorchester oder auch das Jugendjazzorchester Sachsen.

Veranstalter von »Jugend musiziert« ist der Sächsische Musikrat in diesem Jahr gemeinsam mit der Stadt Reichenbach im Vogtland. Der Wettbewerb wird gefördert aus Mitteln des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Als Hauptsponsor steht auch in diesem Jahr der Ostdeutschen Sparkassenverband gemeinsam mit der Sparkasse Vogtland zur Verfügung. Von Anfang an fördert die Sparkassen-Finanzgruppe den Wettbewerb und steht »Jugend musiziert« seit nunmehr 55 Jahren als treuer Partner zur Seite. Der diesjährige Landeswettbewerb im vogtländischen Reichenbach ist damit eine besondere Herzensangelegenheit für die Sparkasse Vogtland.

Weitere Förderer sind:

  • CUBE - PERSONAL DRUMS - Jonas Hillmann & Dirk Törppe GbR
  • Finkenburg Stiftung
  • Klavierbaufirma August Förster Löbau
  • Stadtwerke Reichenbach/Vogtland GmbH
  • Verband deutscher Musikschulen, Landesverband Sachsen e.V.

 

 

Kulturpolitik 01.03.2018 Neue Zahlen zur Sächsischen Kultur- und Kreativwirtschaft

Die sächsische Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachsen wächst, wie aus dem am 27. Februar vorgestellten »Zwischenbericht zum 2. Kulturwirtschaftsbericht« zu entnehmen ist.

 

Die sächsische Kultur- und Kreativwirtschaft wächst und ist sowohl bedeutender Arbeitgeber als auch starke Wirtschaftsbranche im Freistaat. Am 27. Februar 2018 wurde in Dresden der »Zwischenbericht zum 2. Kulturwirtschaftsbericht« vorgestellt.

Die Kultur – und Kreativwirtschaft besteht aus zwölf Teilmärkten, inklusive dem für Sachsen spezifischen Kunsthandwerk und erwirtschaftete im Jahr 2015 einen Umsatz von 3,35 Mrd. Euro. Die erzielte Bruttowertschöpfung lag bei 1,7 Mrd. Euro. Jedes 16. Unternehmen in Sachsen gehört zur Kultur- und Kreativwirtschaft. Knapp 71.000 Menschen sind in der Kultur- und Kreativwirtschaft beschäftigt, immerhin 3,4 % aller Erwerbstätigen Sachsens. Mit über 39.000 sozialversichungspflichtigen Beschäftigten (2016) liegt die Branche vor der Automobilindustrie und auf Augenhöhe mit dem Maschinenbau. Designwirtschaft, Pressemarkt, Software-/Games-Industrie und der Werbemarkt sind die wirtschaftlichen Triebfedern der sächsischen Kultur- und Kreativwirtschaft. Im Vergleich der ostdeutschen Flächenländer liegen die sächsischen AkteurInnen an der Spitze und erwirtschaften einen Umsatz von 3,1 Mrd. Euro.

Vor allem der Anteil von Frauen in der Kultur- und Kreativwirtschaft war auch 2016 überdurchschnittlich hoch und lag mit 46,6% bei sozialversicherungspflichtgen Beschäftigten über dem Bundesdurchschnitt. Der Großteil der Frauen ist innerhalb der sächsischen Kultur- und Kreativwirtschaft mit 74,8 Prozent im Buchmarkt beschäftigt, wohingegen der Anteil von Frauen in der Software-/Games-Industrie mit 30,8 Prozent am niedrigsten ausfällt.

Die Zahlen machen deutlich, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft eine zentrale Rolle im Wirtschafts- und Innovationssystem in Sachsen spielt und auch für die Regionalentwicklung immer wichtiger wird.

Personalia 28.12.2017 Friedbert Streller

Der Sächsische Musikrat trauert um sein Mitglied Dr. Friedbert Streller

 

Der Sächsische Musikrat trauert um Dr. Friedbert Streller. Nach Angaben seiner Frau starb er am 24. Dezember 2017 in Dresden.

Friedbert Streller wurde am 21.12.1931 in Hohburg geboren. Er wohnte und arbeitete seit 1968 als Musikkritiker, u.a. für die Sächsische Zeitung, in Dresden. Er war Buchautor und Komponist. Dr. Friedbert Streller war dem Sächsischen Musikrat über viele Jahre als Einzelmitglied und kritischer Begleiter verbunden.

Die Trauerfeier findet am 11. Januar 2018 um 10 Uhr im Johannisfriedhof Dresden statt.

Prof. Dr. Christoph Krummacher
Präsident

Personalia 11.12.2017 Christfried Brödel

Der langjähriger Rektor der Hochschule für Kirchenmusik feiert seinen 70. Geburtstag

 

Am 17. Dezember 2017 jährt sich zum 70. Mal der Geburtstag von Prof. Dr. Dr. h.c. Christfried Brödel, langjähriger Rektor der Hochschule für Kirchenmusik der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens.

Erst 1984, nach erfolgreicher Promotion in Mathematik und Jahren der Berufstätigkeit als Mathematiker, legte Christfried Brödel sein Examen als Kirchenmusiker ohne vorheriges Studium ab und wurde noch im gleichen Jahr zum Landessingwart der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens berufen. Nach dem Tod Wolfram Zöllners übernahm er 1988 die Leitung der damaligen Kirchenmusikschule Dresden, die er zusammen mit der Chorleitungsprofessur an der 1992 zur Hochschule in kirchlicher Trägerschaft umgewandelten Ausbildungsstätte bis zu seinem Ruhestand 2013 innehatte.Bekannt ist Christfried Brödel vor allem durch sein Engagement für zeitgenössische Kirchenmusik geworden. Mit dem Chor der Hochschule für Kirchenmusik, der Meißner Kantorei 1961 und dem Solistenensemble vocal modern hat er zahlreiche Uraufführungen zeitgenössischer geistlicher Musik gestaltet, z. B. von Volker Bräutigam, Matthias Drude, Jörg Herchet, Günter Neubert und Manfred Weiss. Ebenso setzt sich der 1994 mit der Ehrendoktorwürde und 2001 mit dem Bundesverdienstkreuz Ausgezeichnete aber für einen differenzierten und lebendigen Vortrag Alter Musik auch mit Laienchören ein. Dieses Anliegen verfolgte der Vorsitzende der Neuen Bach-Gesellschaft u. a. als Kursleiter von zahlreichen Bach-Akademien in Rumänien und der Ukraine sowie Schütz-Wochen in Südafrika.Christfried Brödel war Kultursenator des Freistaats Sachsen, Vizepräsident der „Konferenz der Leiter der kirchlichen und staatlichen Ausbildungsstätten für Kirchenmusik und der Landeskirchenmusikdirektoren in der EKD“ und ist seit 2013 Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste. In Anerkennung seiner Verdienste um das sächsische Musikleben als Dirigent und als Pädagoge erhielt er 2006 die „Johann-Walter-Plakette“ des Sächsischen Musikrates.

Auch im Ruhestand ist Christfried Brödel noch als Dirigent, Lehrer und Autor tätig. Er ist Einzelmitglied des Sächsischen Musikrates. Sein Abschlusskonzert als Leiter der Meißner Kantorei mit Werken von Siegfried Reda, Wilfried Krätzschmar sowie Advents- und Weihnachtsliedbearbeitungen des Barock und der Romantik gibt er am Samstag, 16. Dezember 2017, 17:00 Uhr in der Dreikönigskirche Dresden.

Personalia 30.11.2017 Peter Ringel

Trauer um den ehemaligen Vizepräsidenten des Sächsischen Musikrates

 

Der Sächsische Musikrat e.V. trauert um Peter Ringel. Nach Angaben seiner Familie starb er am 26. November 2017 im Alter von 77 Jahren in Dresden.

Liebe zur Musik, Beharrlichkeit und die Gabe, konsequent Prioritäten setzen zu können – das waren wesentliche Eigenschaften, die Peter Ringel zeitlebens eingebracht hat, um seine große Leidenschaft,
die Aufführung von Bläser-Kammermusik, zu leben und mit anderen zu teilen. Als Vizepräsident des Sächsischen Musikrates von 1992 bis 2003 hat sich Peter Ringel für ein breites Musikleben in Sachsen engagiert. Wir sind ihm dafür dankbar.

Die Trauerfeier findet am 6. Dezember 2017 um 11 Uhr auf dem Friedhof Bannewitz statt.

Prof. Dr. Christoph Krummacher
Präsident des Sächsischen Musikrates


Wettbewerbe 09.10.2017 Zeig, was du kannst!

Anmeldungen zum Wettbewerb »Jugend musizert« sind noch bis 15. November möglich

 

»Jugend musiziert« lädt Kinder und Jugendliche ein, mit ihrem Instrument oder ihrer Stimme die Konzertbühne zu betreten, sich dem Vergleich mit anderen zu stellen und von einer Fachjury bewertet zu werden. Sie beurteilt die musikalischen Leistungen, vergibt Punkte und Preise und bietet im Anschluss an das Wertungsspiel Beratungsgespräche an. »Jugend musiziert« 2018 ist ausgeschrieben für die Solo-Kategorien: Blasinstrumente, Zupfinstrumente, Bass (Pop), Musical, Orgel und Besondere Instrumente (Baglama, Hackbrett). Ensembles können in den Kategorien Duo: Klavier und ein Streichinstrument, Duo Kunstlied: Singstimme und Klavier, Schlagzeug-Ensemble, Klavier vierhändig und Besondere Ensembles mit Werken der Klassik, Romantik, Spätromantik und Klassischen Moderne teilnehmen. Wer mitmachen möchte, muss ein Vorspielprogramm mit Musik aus verschiedenen Epochen vorbereiten. In der Pop-Kategorie sind selbstkomponierte Stücke gefragt. Die Kategorie Musical verlangt auch Sprechmonologe und eine Tanzperformance. Als Preise winken Urkunden, Stipendien, Konzertauftritte oder Geldpreise, die die Partner von »Jugend musiziert« vergeben können.

Die Anmeldung für eine Teilnahme am Wettbewerb »Jugend musiziert« 2018 erfolgt online auf dem deutschlandweiten Jugend-musiziert-Portal.

Der Wettbewerb »Jugend musiziert« startet mit den Regionalwettbewerben im Januar 2018. Wer dort einen 1. Preis mit Weiterleitung erhält, kann anschließend im März am Landeswettbewerb seines Bundeslandes teilnehmen.

Der Landeswettbewerb Sachsen findet an zwei Wochenenden im März 2018 in Reichenbach/Vogtl. statt und ist wie folgt geplant (Stand: 04.10.2017):

1. Wettbewerbswochenende 09.–11. März 2018
Solowertungen: Blockflöte, Musical, Klarinette, Oboe, Saxophon, Fagott, Zither, Gitarre, Mandoline
Ensemblewertungen: Duo Klavier und ein Streichinstrument

Bereits fest steht am 1. WE folgende Wertung:
09.03.2018: Schlagzeugensembles (im Landesgymnasium für Musik, Dresden)

2. Wettbewerbswochenende 16.–18. März 2018
Solowertungen: Querflöte, Horn, Trompete, Posaune, Tuba, Bass (Pop)
Ensemblewertungen: Duo Kunstlied, Besondere Ensembles

Bereits fest stehen am 2. WE folgende Wertungen:
17.03.2018: Jazz-Solo (Neuberinhaus Reichenbach)
17.03.2018: Klavier, vierhändig (Robert-Schumann-Konservatorium Zwickau)
17.03.2018: Orgel (HfM Weimar, gemeinsam mit LW Thüringen)

(Änderungen vorbehalten)
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der dem Jugend-musiziert-Internetportal für Sachsen.

Die ersten Preisträger aller Bundesländer sind schließlich zum Bundeswettbewerb in die Hansestadt Lübeck eingeladen.

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