Hans-Ludwig Raatz

Hans-Ludwig Raatz, geboren 1985 in Rochlitz/Sachsen, begann im Alter von fünf Jahren mit dem Cellospiel. Nach einigen Jahren der Musikschulausbildung in Mittweida wechselte er im Jahre 2000 an die Spezialschule für Musik nach Dresden und legte dort 2004 sein Abitur ab. Direkt im Anschluss nahm er sein Violoncellostudium an der Hochschule für Musik Dresden auf und erhielt unter anderem bei Simon Kalbhenn (Solocellist der Staatskapelle Dresden) Unterricht, der bereits an der Spezialschule sein Lehrer war. Von 2010–2013 studierte er im Masterstudium bei Prof. Stephan Forck an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin. Seine Studien vertiefte er durch Meisterkurse bei Prof. Michael Sanderling, Prof. Jens Peter Maintz, Götz Teutsch, Prof. Wolfgang Boettcher, Prof. Peter Bruns und Prof. Stephan Forck.

Orchesterspiel und Kammermusik nehmen einen großen Raum im musikalischen Wirken von Hans-Ludwig Raatz ein. So war er von 1999–2002 Mitglied im Landesjugendorchester Sachsen und spielte in den ersten Jahren des Studiums als Solocellist bei der Jungen Sinfonie Berlin unter Marc Piollet und als Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie. Erste professionelle Orchestererfahrung konnte er als Substitut der Dresdner Philharmonie und der Sächsischen Staatskapelle Dresden sammeln und kehrte 2011 noch während des Studiums im Rahmen eines Zeitvertrages zur Dresdner Philharmonie zurück. Seit August 2015 füllt er diese Position erneut aus.

Unter anderem ist er Solocellist der Sinfonietta Dresden und der Neuen Jüdischen Kammerphilharmonie Dresden sowie gern gesehener Gast bei der Staatskapelle Dresden, Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz, Dresdner Kapellsolisten und dem Philharmonischen Kammerorchester Dresden.

Solistische Erfahrungen sammelte er mit den Rokokovariationen von Tschaikowsky, dem Haydn D-Dur Cellokonzert, dem Boccherini B-Dur Cellokonzert in der Fassung von Friedrich Grützmacher, dem Stabat Mater für Chor und Solocello von Knut Nystedt und zuletzt mit dem berühmten Cellokonzert von Dvorák.